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Der Radwechsel

Der Radwechsel
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Hier ein paar Regeln für diejenigen, die sich die Mühe machen die Reifen vom Auto selbst zu wechseln oder Neueinsteiger, die sich die hohen Kosten in einer Werkstatt sparen wollen.

Bloß nicht über Kreuz wechseln

Damit keine zu großen Unterschiede zwischen der Profiltiefe der Vorder- und Hinterreifen entstehen, sollten Sie die Reifen von Zeit zu Zeit achsweise tauschen. Auf keinen Fall dürfen unterschiedlich abgefahrene Reifen über Kreuz montiert werden. Wichtig: Bei Reifen mit vorgegebener Laufrichtung muss der Pfeil auf der Reifenflanke an jeder Fahrzeugseite nach vorne zeigen.

Bessere Reifen nach hinten

Der ADAC rät bei bereits benutzten Reifen, die besseren Exemplare mit dem tieferen Profil hinten aufzuziehen. Dafür spricht vor allem die höhere Fahrstabilität, insbesondere in Notsituationen und auf nasser Fahrbahn. Das Fahrzeug bricht beim Bremsen und beim Spurwechsel nicht so leicht aus. Das gilt in erster Linie für Fahrzeuge ohne ESP. Gegen die Montage der besseren Reifen auf der Hinterachse sprechen der längere Bremsweg und das schlechtere verhalten im Aquaplaning.

Info:

Neue Reifen besitzen eine Profiltiefe von 8-9 mm. Die vorgeschriebene Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm. Ich empfehle für noch ausreichenden Grip auf der Strasse eine Mindestprofiltiefe von 3 mm für Sommer- und Ganzjahresreifen und eine Mindestprofiltiefe von 4 mm für Winterreifen.

Auf das Drehmoment kommt es an

Bei der Reifenmontage muss zudem auf das vom Hersteller vorgeschriebene Drehmoment geachtet werden. Dazu benötigt man neben dem normalen Radkreuz einen Drehmomentschlüssel. Zu wenig ist genauso schädlich wie zu viel, warnt die GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung). Werden Radschrauben zu stark angezogen, leiden darunter die selbst sichernden Materialeigenschaften zwischen Felge und Radschrauben.

Auf den Druck kommt es an

Unmittelbar nach der Montage ist für den richtigen Reifendruck zu sorgen. Dabei kann ein Blick auf das Reserverad ebenfalls nicht schaden. Und wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, lässt sich von einer Fachwerkstatt die Reifen wechseln.


Schnell-Erklärung:

  1. Vor dem Demontieren der Räder unbedingt ein Gang einzulegen und die Handbremse anzuziehen. So kann ausgeschlossen werden, dass es während des Radwechsel zu ungewollten Bewegungen des Fahrzeugs kommt.
  2. Die Radschrauben sind stets über Kreuz anzulösen (mit dem Radkreuz oder einem Steckschlüssel).Wichtig ist, die Bolzen noch nicht zu lose zu schrauben, sondern nur leicht zu lockern.
  3. Als nächstes muss der Wagenheber angesetzt werden. Hierbei sind Hinweise in der Bedienungsanleitung und Markierungen am Fahrzeug exakt zu beachten, da der Wagen sonst unter Umständen nicht stabil und sicher steht.
  4. Heben Sie das Auto nur soweit an, bis der Reifen gerade so den Bodenkontakt verliert. Jetzt können Sie die Radschrauben herausdrehen und das Rad samt Reifen wechseln. Dabei ist die Laufrichtung der neuen Räder zu beachten.
  5. Das Anziehen der Radschrauben erfolgt wieder über Kreuz.
  6. Das Fahrzeug ist nun soweit abzusenken, dass die Reifen knapp den Boden berühren. Entsprechend den Vorgaben in der Bedienungsanleitung werden die Räder jetzt mit einem Drehmomentschlüssel festgezogen und der Wagenheber entfernt.
  7. Zum Schluss wird der Luftdruck kontrolliert. Vergessen Sie dabei nicht das Ersatzrad!

ADAC How To Räder selbst wechseln mit Jean Pierre Kraemer


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