Kraftstoffarten

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Warum gibt es Winter und Sommerbenzin?

Die Unterscheidung zwischen Winter- und Sommerbenzin ist notwendig, um den Kraftstoff den Witterungsbedingungen anzupassen. Diese Differenzierung wird vorgenommen, um Motoren zu jeder Jahreszeit eine optimale Laufleistung zu ermöglichen. Im Winter enthält Benzin höhere Anteile flüssiger Substanzen, die gute Zündeigenschaften unterstützen. Bei höheren Temperaturen ist ein geringerer Anteil flüssiger Substanzen nötig.

E10 Benzin

Der Otto-Kraftstoff mit dem Zusatz „E10“ weist im Vergleich zum klassischen Benzin einen höheren Anteil an Ethanol auf. Der Buchstabe „E“ kennzeichnet das Ethanol. Die Zahl „10“ bezieht sich auf einen Gehalt von maximal zehn Prozent. Bis dahin beschränkte sich der Ethanolanteil auf maximal fünf Prozent.

Super/Super 95 Benzin

ist ein unverbleiter, schwefelfreier Kraftstoff entsprechend der DIN EN 228 für die Verwendung in Ottomotoren. Die Oktanzahl (ROZ, Research Oktanzahl) liegt bei mindestens 95,0.

Super plus/Super 98 Benzin

ist ein unverbleiter, schwefelfreier Kraftstoff entsprechend der DIN EN 228 für die Verwendung in Ottomotoren. Dieser Kraftstoff hat als besonderes Kennzeichen gegenüber handelsüblichem Super 95 eine erhöhte Oktanzahl.

Diesel Kraftstoff

Diesel ist ein Kraftstoff für Fahrzeuge mit speziellem Dieselmotor, die mit speziellem „Lkw Diesel“ oder sogenanntem „Premium Diesel“ betankt werden können. Wer Diesel tanken möchte, erhält seit vielen Jahren ein Gemisch mit bis zu sieben Prozent an Bio Diesel. Dieser Kraftstoff hat sich bewährt.

Bio-Diesel

Veresterte Pflanzenöle (die. u.a. Rapssamen zur Grundlage haben) und Methanol werden zu Bio-Diesel verarbeitet. Auch Dieselmotoren, die nicht umgerüstet sind, können mit Bio-Diesel betrieben werden. Dies liegt an den Eigenschaften des Kraftstoffs, die mineralischem Diesel ähnlich sind. Negativ fällt bei Bio-Diesel auf, dass zuweilen Schläuche und Dichtungen im Kraftstoffsystem angegriffen werden. Um dem vorzubeugen, sollte auf beständiges Material geachtet werden. Auch Korrosionsprobleme an der Einspritzausrüstung können vorkommen. Auch sollte darauf geachtet werden, ob in der beheimateten Region ausreichend Bio-Dieselanlagen vorhanden sind, da die Infrastruktur diesbezüglich zwar immer weiter ausgebaut wird, aber noch nicht optimal ist.

BtL-Kraftstoff

 Biomass to liquid (BtL) wird im Deutschen Biomasseverflüssigung genannt. Als Rohstoff für die Biomassen dienen zum Beispiel Stroh und Holzreste. Kraftstoffe dieser Art sind noch in der Erforschungs- bzw. Erprobungsphase. Die Erwartungen an diese alternative Kraftstoffart sind hoch, so dass Experten davon ausgehen, dass durch die hohe Energiedichte und die hohe Qualität von BtL-Kraftstoff ein erheblicher Teil der fossilen Kraftstoffe ersetzt werden kann.

Erdgas

 Als Kraftstoffart ist Erdgas bereits bewährt. Das Erdgas aus dem bereits bestehenden Erdgasnetz (auch im Haushaltsbereich genutzt), wird in den Tankstellen für den PKW-Verkehr verdichtet. Erdgas als alternativer Kraftstoff gilt als umweltfreundlich und wird steuerlich begünstigt. Zudem sind die Kraftstoffkosten niedrig. Erdgasfahrzeuge werden auch als seriengefertigte Fahrzeuge angeboten. Das Netz an Erdgastankstellen ist relativ gut ausgebaut, dennoch sollte man seine Heimatregion auf die Tankstellendichte hin überprüfen.

Ethanol

 Sogenannter Bio-Ethanol-Kraftstoff wird aus Weizen, Zuckerrohr oder Zuckerrüben hergestellt. Der sogenannte E10-Kraftstoff enthält bis zu 10% Bioethanol als Beimengung. Ein Umrüsten ist nicht nötig, es muss lediglich geprüft werden, ob das Fahrzeug sich für die Betankung mit E10 eignet. In Brasilien, den USA und Schweden wird bereits E85-Kraftstoff (85% Bioethanol, 15% normaler Kraftstoff) angeboten – hier ist allerdings eine Fahrzeugumrüstung notwendig.

Pflanzenöl

 Auch Pflanzenöle können als alternative Kraftstoffart dienen. Grundlage dieser Öle sind z.B. Raps oder Sonnenblumen. Bei Nutzung sind aber Umbauten am Fahrzeug notwendig, da es sonst zu Schäden am Fahrzeug kommt.

Wasserstoff

 Als Kraftstoffart wird Wasserstoff in Brennstoffzellenfahrzeugen oder Fahrzeugen mit Wasserstoffverbrennungsmotoren genutzt. Fahrzeuge beider Arten sind bereits in Betrieb – Brennstoffzellenfahrzeuge werden in Kleinserien gefertigt. Problematisch ist allerdings, dass es quasi kein Tankstellennetz für Fahrzeuge dieser Art gibt.

Alternative Antriebstechniken

Elektroantrieb

 Für Fahrzeuge mit Elektroantrieb gibt es verschiedene Lösungsmöglichkeiten, wie z.B. Solarautos. Die Reichweite bei diesen Fahrzeugen ist allerdings gering. Die effektivere und weiter verbreitete Lösung sind PKW, die gespeicherte Energie in einer Batterie mit sich führen. Die Batterie kann vom Hersteller geleast oder gekauft werden. Die CO2-Bilanz dieser Fahrzeuge ist deutlich besser als bei Autos mit Verbrennungsmotor – dabei mit eingerechnet ist der CO2-Ausstoß, der bei der Stromgewinnung im Kraftwerk erzeugt wird. In Deutschland steigt die Zulassung von Elektroautos stetig. Die Fahrzeuge sind zwar in der Anschaffung teurer, das Aufladen ist im Vergleich zur Betankung eines Verbrennungsmotors allerdings sehr kostengünstig.

Hybridantrieb

 Bei dieser Antriebsform handelt es sich um eine Mischvariante aus Elektrofahrzeug und Auto mit Otto- bzw. Diesel-Verbrennungsmotor. Es gibt aber auch andere Mischvarianten. Für den Elektroteil des Fahrzeugantriebs wird ein Akkumulator oder Doppelschichtkondensator als Energiespeicher genutzt. Auch bei den Fahrzeugen mit Hybridantrieb ist ein stetiger Anstieg von Autos mit Hybridantrieb zu verzeichnen.

Welche Stoffe sind im Benzin enthalten?

Damit eine Kfz-Versicherung im Schadensfall die Kosten für ein beschädigtes Fahrzeug übernimmt, muss in einen Benziner ein Kraftstoff mit folgender Mischung getankt werden:
  • Antiklopfmittel (bleihaltig),
  • umweltverträgliche Substanzen können bleihaltige Antiklopfmittel bei bleifreiem Benzin ersetzen,
  • Kohlenwasserstoffketten in verschiedenen Längen,
  • Ether und höhere Alkohole (verhindern eine Einspritzvereisung),
  • Phenole (wirken einer Benzinalterung durch Oxidation mit Luft entgegen),
  • Komplexbildner (verhindern die Existenz von Metallionen im Benzin),
  • Armine (Korrosionsschutz).
Zusätzlich zu diesen Stoffen können Additive dem Benzin beigefügt werden. Diese Additive sind Zusätze, die die Leistungsfähigkeit benzinbetriebener Motoren unterstützen sollen. Additive sind beispielsweise säubernde Treibstoffzusätze wie Polyisobutylamine, die eine Verbesserung der Abgasqualität begünstigen.

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