Einflüsse auf das Fahrverhalten

Einflüsse auf das Fahrverhalten

Um gut zu fahren und die Gefahren auf der Strasse einschätzen zu können, muss man einen klaren Kopf haben. Müdigkeit, Überanstrengung, Aufregung oder Krankheit verringern die Konzentrations– und Reaktionsfähigkeit. Alkoholkonsum und gewisse Medikamente oder Drogen verändern Ihr Fahrverhalten und erhöhen das Unfallrisiko.

Müdigkeit und Stress

Müdigkeit verringert Ihre Fähigkeit zur Beobachtung und Konzentration. Obwohl Ihre Reflexe sich verlangsamen, tendieren Sie dazu schneller zu fahren. Bei langen Fahrten ermüden Sie durch das Geräusch von Motor, Rädern, Wind und anderen Fahrzeugen sowie die Hitze im Innern des Wagens.

Eine monotone Strecke, etwa eine Autobahn, kann Ihre Wachsamkeit beeinträchtigen und bewirkt einen Rückgang der Konzentration. Empfohlen wird, regelmäßig Pausen einzulegen, etwa alle zwei Stunden jeweils 10 Minuten. Atmen Sie tief durch und machen Sie ein paar Dehnungsübungen. Falls nötig, überlassen Sie dann das Lenkrad  einem anderen Fahrer.

Stress, Wut und andere Gefühlsregungen können Ihre Fahrweise ebenfalls negativ beeinflussen. Beruhigen Sie sich zuerst einmal, bevor Sie sich hinters Lenkrad setzen.

Alkohol

Selbst eine geringe Menge Alkohol reduziert schon Ihre Fahrtüchtigkeit, ohne dass Sie dies bemerken.

Sie haben Schwierigkeiten Entfernungen einzuschätzen
00000000000Unfallrisiko
Ihre Augen reagieren empfindlicher auf Lichtveränderungen
00000000000Risiko um Geblendet zu werden
Ihre Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit lässt nach
00000000000Risiko einer zu langen Reaktionszeit
Ihr Gesichtsfeld wird zu ein
00000000000Risiko, Straßenbenutzer zu spät zu erkennen, die von der Seite kommen

Ihr Körper kann nur eine sehr geringe Menge Alkohol pro Stunde abbauen, selbst wenn Sie bei bester Gesundheit sind. Kaffee oder andere “Wundermittel” beschleunigen dies Abbau in keinster Weise.

Wer fährt, trinkt nicht - Wer trinkt, fährt nicht

Auch Alkohol führt in Luxemburg zum Bußgeld

Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte die Finger vom Alkohol lassen, das versteht sich von selbst. Auch weil Alkohol schon ab einem Promillewert von 0,3 die Reaktionsfähigkeit mindert, gilt in Deutschland für Fahranfänger in der Probezeit eine Grenze von 0,0.

Gemäß Bußgeldkatalog in Luxemburg findet dort keine Unterscheidung in Altersklassen oder bezüglich der Fahrerfahrung statt. Hier gilt für alle Kfz-Fahrer eine Promillegrenze von 0,5. Wird ein Fahrer mit einer größeren Alkoholkonzentration am Steuer erwischt, hat dies ein Bußgeld ab 145 Euro zur Folge.

Ein gerichtliches Fahrverbot ist

  • fakultativ: wen der Blutalkoholgehalt unter 0,8 Promille oder zwischen 0,8 und 1,2 Promille liegt.
  • obligatorisch, wenn der Blutalkoholgehalt mindestens bei 1,2 Promille liegt oder wenn unterhalb von 1,2 Promille deutliche Zeichen von Trunkenheit vorliegen.

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie sich nach dem abendlichen Besuch in der Disco ans Steuer setzen. Die Lichteffekte, die laute Musik und der Tanz können einen euphorischen, manchmal aggressiven Zustand bewirken, den man "Disco-Rausch" nennt und der Ihre Wahrnehmungs- und Konzentrationsfähigkeit reduzieren kann. Nach der Disco ist es besser, ein paar Minuten zu warten und von der Stimmung des Festes Abstand zu gewinnen, bevor man sich ans Steuer setzt.

Drogen und Medikamente

Drogen und Medikamente haben eine besonders verheerende Auswirkung auf die Fahrfähigkeit, da sie die Realitätswahrnehmung beeinträchtigen und die Persönlichkeit verändern können. Manche Drogen führen zu aggressivem Fahrverhalten.

Trauen Sie den als unbedenklichen Medikamenten nicht, da diese oft Nebenwirkungen haben können. Lesen Sie aufmerksam die Packungsbeilage und hole Sie den Rat Ihres Arztes zu den eventuellen Nebenwirkungen Ihrer Medikamente ein.

Vor allem: kombinieren Sie nie Alkohol und Medikamente.

Medikamente, denen Sie misstrauen müssen:

  • Antihistamine, die gegen Allergien verschrieben wurden,
  • Hustensirups,
  • Beruhigungsmittel,
  • Appetitzügler und Amphetamine,
  • Medikamente gegen Insektenstiche,
  • Mittel gegen Hypernervosität,
  • Schlafmittel, flüssige Medikamente, die Alkohol enthalten.
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