Verschiedene Geschmacksrichtungen

tongue

Verschiedene Geschmacksrichtungen

Wie nehmen wir die verschiedene Geschmacksrichtungen wahr?

  1. Wenn Sie Nahrung in den Mund führen, strömen Duftstoffe in die Nasenlöcher bevor das Essen die Zunge überhaupt erreicht.
  2. Wenn die Zähne das Essen zerkleinern, werden weitere Aromen freigesetzt.
  3. Durch das Kauen kühlt sich das Essen ab, was die Geschmacksintensität erhöht wird.
  4. Im Mund schweben die Partikeln mit den verschieden Aromen nach hinten in die Mundhöhle zu kleinen Geschmacksrezeptoren. Die Rezeptoren werden für süß, salzig, bitter, sauer, umami und fettstimuliert und eine Kaskade von Botschaften strömt zum Gehirn. Bei 30 – 35 °C sind die Rezeptoren in der Mundhöhle am aktivsten.
salt-and-pepper

Die Geschmacksrichtungen

  • Salzig: Die Geschmacksrezeptoren für salzig werden durch Natrium angeregt. Wichtig für das Gleichgewicht des körpereigenen Salzhaushaltes.
  • Sauer: Nehmen Rezeptoren Fruchtsäure wahr, weist das auf eine Vitamin-C Quelle (Ascorbinsäure) hin oder ist ein Warnzeichen vor verdorbenem Essen.
  • Bitter: Rezeptoren für Bitter werden durch potenziell gefährliche, giftige Substanzen stimuliert. Sie schützen den Körper vor gefährlicher Nahrung.
  • Süss: Meist angeregt durch Zucker signalisieren die Rezeptoren für süß, dass die Nahrung leicht verdauliche Energie liefert.
  • Fettig: Im letzten Jahrzehnt zeigten Studien, dass die Rezeptoren Fettmoleküle in der Nahrung wahrnehmen. Ein Zeichen dass die Nahrung energiehaltig ist.
  • Umami: Umami Rezeptoren nehmen, angeregt durch Glutamat aus Aminosäuren, Pikantes und Fleischiges wahr. Ein Zeichen für Proteine in der Nahrung.
info

Info

Das die Zunge verschiedene Geschmacksparteien hat ist falsch. 1901 hatte der Physiologe David Pauli Hänig diese Theorie entwickelt und auch eine “Zungenkarte” mit den Geschmacksrichtungen entwickelt. Heute wissen wir, dass Geschmack auf der Zunge gleich aufgenommen wird.

Die Zungenkarte / Bild: www.scilogs.spektrum.de